Wissenswertes aus der Geschichte der Gastronomie von A - Z

Appert Nicolas: AppertNicolas: Hofkoch, Erfinder des Konservierens in Blechdosen, gest. 27.3.1841
 
Aide (franz.)Helfer
Aide de cuisine (franz.)Hilfskoch
Aide de salle (franz.)Hilfskellner
 
Baillyberühmter Pariser Kuchenbäcker um 1880

Beauvillersfranzösischer Gastronom und Kochbuchverfasser 19.Jh

Bernard, Emile: ( 1826-1897 ) Küchenmeister Kaiser Wilhelms I, Freund von Urban Dubois. Gemeinsam brachten sie am Deutschen Kaiserhof die französische Küche zu großer Berühmtheit. Mitarbeiter an dem bekannten Werk  „La cuisine classique“ .

Beutel F.J.Beutel F.J.: Österreichischer Hofkoch und Fachschriftsteller, gest. 1914

Bocuse, Paul:Bocuse, Paul: (geb. 1926 ) französischer Küchenmeister. Schuf die Nouvelle Cuisine. 

Paul Bocuse

Brillat Savarinfranzösischer Feinschmecker und Verfasser vom    "Physiologie des Geschmacks" 1755-1826

Brunfaut , GustavBrunfaut , Gustav: langjähriger Präs. des Vereins Berliner Köche, gest. 14.5.1919

Caréme, Marie Antoine

Caréme, Marie Antoine: französischer Koch 1784 - 1833.                     "König der Köche und Koch der Könige" Begründer der neuzeitlichen französischen Kochkunst. Küchenleiter der Küche des Außenministers Talleyrand. Caréme gilt als der Urheber des kulinarischen Klassizismus. Vor allem berühmt um seine " Piéce Montée" ( Schmuckaufbauten). Seine Bücher: " Le Pátissier Royal Parisien" - " Le Pátissier Pittoresque" - " Le Maître d´Hôtel Francais" - " L´art de la cuisine francaise au 19ème siècle"

                                   

                       Antoine Caréme                                                              Carémes  Schmuckaufbauten

Chef de salleSaaloberkellner

Congiergesiehe Portier

CouvertDie Serviette wurde sehr bald schon zum Zudecken der Speisen vor Beginn des Mahles genutzt, woher sich die Bezeichnung "Couvert" , für Mahl beschreibt. Erst wenn die Tischgesellschaft Platz genommen hatte, wurden die Servietten von den Schüsseln genommen. Nur gewöhnliche Leute aßen „Decouvert“ d.h., ohne die Speisen vorher zu verdecken.

Cussy, Marquis defranzösischer Feinschmecker aus der Ära Napoleon

Davidis, HenrietteDavidis, Henriette   geb. ?, gest. 4.4.1876      Verfasserin des bekannten " ,Davidis- Kochbuchs“ , veröffentlicht im Jahre 1844 als der Bestseller " Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche" .

 

Degorgieren Entfernung der Hefenteile aus vergorenem Schaumwein.               

DéjeunerDas erste Frühstück. Man unterscheidet Déjeuner simple (einfaches), bestehend aus Kaffee, Tee, Kakao und Brot.   Déjeuner complet ( vollständiges), bestehend außerdem aus Zugaben wie Butter, Honig, Aufschnitt usw.           Servierkunde 1911

Déjeuner á la fourchetteLunch, Gabelfrühstück. Die Mahlzeit, welche der Franzose, beziehungsweise Engländer oder Amerikaner zu der bei uns üblichen Mittagsstunde einnimmt, die aber nicht deren Hauptmahlzeit vorstellt. ( Servierkunde 1911)

Déjeuner dinatoireDinerartiges Frühstück, vertritt die Stelle des Mittagsmahles und ist, ohne den Anspruch auf die Bezeichnung Diner erheben zu können, ein sehr reichhaltiges Déjeuner á la fourchette. Déjeuner dinatoires werden abgehalten bei Verlobungen, Hochzeiten, Jubiläen und bei sonstigen Festlichkeiten, die vormittags oder zu früher Mittagsstunde zu Ende gebracht werden sollen. ( Servierkunde 1911 )
 
Déjeuner pique-niqueKaltes Frühstück, das auf Jagden und Ausflügen in Esskörben mitgenommen wird. Häufig bringt jeder Teilnehmer einen Anteil in natura mit oder bezahlt dafür einen äquivalenten Betrag.        ( Servierkunde 1911)

DéjeunierenFrühstücken

Diner  (franz)Die Hauptmahlzeit der Franzosen und Engländer ( Dinner), die zwischen 6 und 8 Uhr abends eingenommen wird.                   In Österreich und Deutschland verbindet man mit dem Wort Diner den Begriff einer luxuriöseren Mahlzeit, als der gewöhnlichen Mittagstafel.    ( Servierkunde 1911 )

Diner á la carteEin Mittagessen, vom Gast selbst nach der Speisekarte bestellt.      ( Servierkunde 1911)

Diner á partEin getrennt von den übrigen Gästen zu servierendes, zumeist bereits vorher bestelltes Mittagessen.    ( Servierkunde 1911)

Diner á pixe fixeMittagessen zu festen Preisen. Anstatt "Speisen á prix fix" hört man in Wien häufig die fälschliche Bezeichnung "Kuvertspeisen" .    ( Servierkunde 1911)
 
Diner de féteFestmahl  

 

Diner de table d´hotesiehe Table d´hote

Dinierenzu Mittag speisen,die Hauptmahlzeit einnehmen.

Dinnersiehe: Diner
 
Doorkeepersiehe Portier

 

Duboisfranzösischer Küchenmeister Kaiser Wilhelms I, Kochbuchverfasser

Duglere´ AdolpheDuglere´ Adolphe: einer der größten Köche des zweiten Kaiserreiches, Küchenchef des weltberühmten Cafe Anglais in Paris

DumatDumat: ( Leibkoch Napoleons ), später Küchenmeister in den Tuillerien , Erfinder v. " Poulet saute´ Marengo"

Englischer Service 1Dieser zerfällt in 3 Abteilungen. Sämtliche Speisen einer Abteilung befinden sich auf der Tafel. Die Speisen werden nicht durch die Bedienung gereicht, sondern der Gast erbittet sich von demjenigen, der der gewünschten Platte am nächsten sitzt, diese zu reichen. ( Quelle : Das Diner, Robert Stutzenbacher , 1893 )
Englischer Service 2Bestand aus drei bis vier „Gängen“, von denen jeder eine ganze Anzahl verschiedener Speisen aufweist. Schon bei Beginn der Mahlzeit stand der ganze erste Gang auf der Tafel. Die Gäste bedienten sich gegenseitig. Neben der Haupttafel, an der gespeist wurde, waren aber noch Nebentafeln ( Table de cote´ ), mit Gemüse und Kartoffelschüsseln, Büffets mit kalten Speisen und Salaten aufgestellt.Diese Schüsseln wurden von der Dienerschaft serviert, die sich im übrigen auf die Verabreichung der Getränke beschränkte.    ( Quelle: Menü und Speisekarte, Bickel 1948 )

 

EntremetierEin Koch der alle Suppen, Gemüse und Mehlspeisen, bei welchen kein Zucker verwendet wird, fertigt.                             ( Servierkunde 1911)

Escoffierfranzösischer Küchenmeister und Reformer, Verfasser von u.a. des "Kochkunst- Fühers" 1846-1935

Estomihi, Adolf PetersEstomihi, Adolf Peters: Herzoglich- Meiningscher Hofmundkoch    gest.1862

Festin de noce, franz.Hochzeitsschmaus

 

Hochzeitsmenü  1912 

Hochzeitstafel 1949

Festin, franz.Gastmahl, Festmahl

Französischer Service Einzelne Platten mit Speisen ( Entrees und Releves ) werden kurz vor Beginn der Tafel auf Rechauds eingesetzt. Die  "Grosse Piece“ dagegen auf einem Seitentisch plaziert.Die Speisen werden, wenn der betr. Gang an die Reihe kommt, durch die Bedienung abgenommen, wenn nötig tranchiert und dann den Gästen serviert. Das Diner ( Diner ceremoniel ) zerfällt in 3 Abteilungen.( Quelle : Das Diner, Robert Stutzenbacher 1893 ,)

GabelfrühstückDéjeuner á la fourchette, Lunch

GastronomSpeise- und Tafelwesen-Sachkundiger, Berufstätiger oder Liebhaber

GastronomieDie Lehre vom Essen, die höhere Kochkunst oder die Wissenschaft des Gaumens und der Zunge, sowie die wissenschaftlich begründete Kenntnis alles dessen, was auf die mit Wohlgeschmack verbundene Ernährung des Menschen Bezug hat.         ( Servierkunde 1911)

GastrosophieMagenweisheit: bezeichnet die Kunst , die Freuden der Tafel mit Weisheit zu genießen.    

Gastrosphein gastronomischer Literat, der sich geistig mit der Gastronomie beschäftigt.

GourmandVielesser

GourmetFeinschmecker

GrillroomEin Speiselokal, in welchem nur am Spieß, auf dem Rost gebratene Speisen verabreicht werden.

Haushofmeistersiehe Maitre d´hotel

Hirtzler, ViktorBekannter amerikanischer Koch und Fachbuchautor deutscher Abstammung, gest. 12.Feb. 1931

 

Jaedicke K. Hofkoch und Konditor Kaiser Friedrichs III .    gest. 27. April 1911

Kassler, AlfredLangjähriger Küchenmeister des Fürsten von Fürstenberg - Donaueschingen, ein großer Koch der alten Schule.       gest. 27 Mai 1933 

KaterfrühstückBesteht ausschließlich außer Bouillon mit Ei, aus kalten Aufsätzen und Platten. Hierher gehören auf ein Büffet hergerichtet, hervorragend pikante und saure Gerichte. Schaustücke: gefüllter Schweinskopf, gekochter Schinken, Platten mit Kaviar und Lachssemmeln, Butterbrot-Schnitten auf Hamburger Art, marinierter Aal und desgl. Heringe. Mixed Pickles, div. Käse, Ölsardinen etc.   ( Quelle : Der Gastronom , 1893  )

KerbholzKerbholz:: längs gespaltener Holzstab, in dessen beiden Hälften Einschitte (Kerben ) zur Zählung und Abrechnung von Schuldforderungen, u.a. eingeschnitten werden.Die Inhaber der Hälften kontrollieren die Richtigkeit der Kerben durch dessen Aneinanderfügen Das Kerbholz wurde besonders im Mittelalter verwendet.

KuvertGedeck für eine Person

Lacam PierreBerühmter Patissier – Glacierverfasser mehrerer Fachwerke.    gest. 22.8.1902

Laguipiérefranzösischer Koch am Hofe Napoleons, Lehrmeister von Careme

Légumierder Gemüsekoch

Lunch, LuncheonGabelfrühstück, Déjeuner á la fourchette

Maitre d´hotelHaushofmeister, im Hotel: der Oberkellner                                  ( Servierkunde 1911)

Maurier LeopoldMaurier Leopold: 30.5.1862 - 17.3.1923   Berühmter Koch u. Restaurateur, Präs. der Societe des Cuisiniers de Paris 

Menager Alphonse Menager Alphonse: Hofküchenmeister Georg V v. England                       gest. 22.3.1914

MenüMenüs "Speisefolge", aus mehreren Gängen bestehende Mahlzeit.   Dies ist aus dem frz. Adjektiv "menu" ( klein, dünn ) bedeutet eigtl. „ Kleinigkeit, Detail“. Übertragen, „detaillierte Aufzählung der einzelnen, zu einem Mahl gehörenden Gerichte." Speisenfolge,  von lat. "minuere ,verkleinern, vermindern“ 

Menu, franzTafelkarte

Meyer, Adolphe ( 4.8.1882 – 10.2.1931 )          Amerikanischer Koch und Fachbuchautor, deutscher Abstammung.                                                                              Gründer der gastronomischen Klubs, "Gasterea ".

MontmireilKoch Napoleons

MunschenkAuch war es an Fürstentafeln weitverbreiteter Brauch, dass der Mundschenk vor den Augen des Fürsten von Speise und Trank Kostproben nahm. Auch alles Essbesteck und Servietten wurden kontrolliert. Mit einem Stück Brot an einer langen Gabel überfuhr er das, was er gleich verspeisen musste, da man misstrauisch stets Vergiftungen befürchtete.

OfficeAnrichteraum, Serviernebenraum

Page, franz( engl, page-boy )       Ein Junge, welcher dem Portier zur Hilfeleistung zugewiesen war.          ( Servierkunde 1911)

Peters Adolf Peters Adolf : 1950 Hofmundkoch des Herzogs v. Meiningen                       gest.4 Sept.1950

Pique-niquesiehe Déjeuner pique-nique

Plat du jourdas fertige Tagesgericht

PlateauServiertablett

Portierfranz. Congierge,   engl. Doorkeeper

Pückler- Muskau, FürstFeinschmecker und Schriftsteller 1785-1871

Reminiscere Sieur NoelReminiscere Sieur Noel:  bekannter Hofkoch Friedrichs des Großen ( geb.1726 )   ( gest. 4 Mai 1801 )

Noel

Ritz, CäsarHotelier und Gründer des Ritzhotels in Paris, 1850-1913

 

Cesar Ritz

Rôtisseurder Bratenkoch

Russischer Service:Hier wird nur das Dessert ( evtl. auch Kompott ) vor Beginn der Tafel auf diese eingesetzt. Das Servieren geschieht durch die Kellner oder Diener.Das Tranchieren geschieht in der Küche.   ( Quelle: Das Diner, Robert Stutzenbacher, 1893 )

Salles ProsperSalles Prosper: ( 15.6.1863 – 13.9.1933 ) Bekannter Pariser Restaurateur, schrieb zusammen mit P. Montaghe´   “ La grande cuisine illustre “

Saucierder Saucenkoch

Service a l´Anglaisesiehe: Englischer Service

Souper, franz.Abendessen.    Es besteht, wenn kein festlicher Anlass vorhanden, aus wenigen leichten Gerichten, im Gegensatz zum gewöhnlichem Souper.

Soupierenzu Abend essen

Suppersiehe Souper

Table d´hôte, franz.Table d´hôte, franz. gemeinsames Mittagessen zu festem Preis und festgesetzter Stunde. Die Abhaltung der Table d´hôte ist mitunter von der Anmeldung einer bestimmten Anzahl Teilnehmer abhängig. Sie entwickelte sich ca.1850 aus dem Familientisch des Wirtes, an dem die Personen teilnahmen,die mit dem Wirte befreundet waren, oder denen das Speisen nach der Karte zu kostspielig war.In den ersten Familienhotels in Frankreich wurden fast nur „Diners und Soupers a part“, also nur zusammengestellte Speisen in den Zimmern der Gäste verabreicht. 
Die „Table d´hote“ mit ihrem „ Menü“ ( Tischkarte, Tafelkarte), der zusammengestellten Speisenfolge,
wurde in gewissem Sinne der Gradmesser, nach dem Küche und Bedienung in einem Hotel beurteilt wurden.
Sie war eine Reklame für ein gut geleitetes Hotel oder einem Gasthaus.
In vielen Hotels hat man sie später abgeschafft und die Speisen an kleinen Tischen nach der Karte ( a la carte ) eingeführt.    
Bei der gemeinsamen Wirtstafel (Table d´hote) in Gasthäusern, ist es meist gebräuchlich, die Gäste nach der Reihenfolge ihrer Ankunft zu setzen , wobei Sammgäste allerdings stets neben dem Wirte, der gewöhnlich obenan sitzt, ihren Platz finden.
Doch soll man darauf sehen, dass beide Seiten der Tafel gleichmäßig besetzt sind, d.h. dass sich nicht auf der einen Seite erheblich mehr Gäste befinden als auf der anderen, also große Lücken entstehen, wodurch der Gesamteindruck der Tafel gestört werden würde.
In der Regel, und besonders wenn man nicht vorher weiß, ob die Tafel voll besetzt wird, lässt man die Gäste an einem Ende der Tafel Platz nehmen und verteilt sie zu beiden Seiten nach der Mitte und dem andere Ende zu gleichmäßig, sodaß die letzten Gäste, wenn die Tafel nicht ganz voll wird, sich gegenüber sitzen.                                       
 

Tschiky, OscarMaître d´Hotel des Waldorf Astoria in New York 1866-1950

 

Ude, Eustachegeb.1 Mai 1772. Küchenchef des „ Crockfort Clubs“ in London und Verfassers von " The French Cook“

Voelckers, WilhelmVoelckers Wilhelm: Mundkoch Kaiser Wilhelms II .                                    gest. 2.4.1949

ZahlkellnerKellner in Cafés und Restaurants, die nur kassieren, z.B. Österreich

 

 Werbung 1949

 

 

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