Alfred Walterspiel
Der in 1881 in Steinbach, Baden-Baden geborene Alfred Walterspiel, entwickelte sich nach seiner Konditor & Kochlehre, die er zum Teil in Strassburg genossen hat, zu einem guten und ehrgeizigen Koch.
Wie alle großen Köche, sammelte auch Alfred Walterspiel seine Erfahrungen in der internationalen Topgastronomie und arbeitete in verschiedenen Grand Hotels in Frankreich, wie Nizza, Monte Carlo, und Cannes und lernte da die letzten Schliffe der klassisch französischen Küche.
Nach weiteren Stationen in Berlin, St. Petersburg, London und Stockholm eröffnete er am 1. März 1909 mit Franz Pfordte das Restaurant " Pfordte" im „Atlantic“ Hotel in Hamburg.

Auf der Weltausstellung in Brüssel 1910, leitete er das "Deutsche Restaurant " . Lorenz Adlon verkauft 1911 sein berühmtes Berliner Weinrestaurant „ Hiller“ an Alfred Walterspiel.

Menükarte vom 28 Nov. 1959

Nach dem Ersten Weltkrieg, übernahm Walterspiel mit seinem Bruder Otto das in 1858 eröffnete Münchner Nobelhotel „Vier Jahreszeiten“, das er 35 Jahre lang, bis zu seinem Tod, führte.


Zeugnis von Alfred Walterspiel , persöhnlich unterschrieben
Das „Vier Jahreszeiten„ ist bis heute eines der führenden Nobelhotels Deutschlands geblieben. Walterspiel, der nicht zu unrecht als „ Deutscher Escoffier“ galt, stirbt 1960.

Traueranzeige in die Deutsche Gaststätte 14 Mai 1960
Vorher hat er im Eigenverlag sein Buch „Meine Kunst in Küche und Restaurant“ herausgegeben, das auch schnell zum Standartwerk in der deutschen Küche avancierte und seinen Ruhm als einer der wichtigsten deutschen Köche und Gastronomen festigte

